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Küche des amerikanischen Kontinents ist so unendlich vielfältig wie der Kontinent
selbst. Sie lässt sich großzügig aufteilen in die Küche Kanadas, der Vereinigten
Staaten, Mexikos, der Karibik und Mittel- und Südamerikas. Die Küche Kanadas geht auf die englischen und französischen Siedler zurück.
Diese passten die neuentdeckten Nahrungsmitteln dem eigen Geschmack an und übernahmen
zusätzlich einige indianische Essgewohnheiten. Obwohl die Frankokanadier einen eigenen
Kochstil entwickelt haben, tragen die Gerichte französische Namen. Das wichtigste
Naturprodukt Kanadas sind Meeresfrüchte und Fisch, die sowohl der Atlantik als auch der
Pazifik liefern. Außerdem verfügt das Land über einen vielfältigen Wildbestand, und
nicht zu vergessen das famose "western beef", das weltweit als eines der besten
geachtet wird. Ist die Küche im Osten französisch geprägt, so macht sich im Westen die
Nähe Asiens bemerkbar. Das multikulturelle Land hat eine vielfältige und kulinarische
Küche.
Es gibt zwar eine amerikanische Küche aber keine
Nationalküche, denn der Inhalt der Kochtöpfe wird wesentlich von der Region bestimmt. So
ist im Süden die kreolische Küche vorzufinden, der Südwesten wird vom Nachbarn Mexico
geprägt, asiatisch wird sie im pazifischen Westen beeinflusst und einen
holländisch-schweizerischen Einschlag lässt sich in Pennsylvanien erkennen. Darüber
hinaus gibt es die ethnischen Küchen oft in den Stadtvierteln, die Spezialitäten ihrer
Urheimat liefern. Barbecues sind eine typische US-Leidenschaft und der obligate Truthahn
zu "Thanksgiving" wird zu einer perfekt zelebrierten Zeremonie im gesamten Land.
Die mexikanische Küche ist eine der interessantesten auf
der Welt und für Gourmets zugleich reizvoll als auch ungewöhnlich. Sie basiert auf der
Küche der Azteken und Mayas, die Vanille, Truthahn, Süßkartoffeln, Tomaten,
Schokolade und insbesondere Mais -die Erzeugnisse des Landes- als Zutaten verwendet.
Manche aztekischen Elemente wie die berühmten "moles", die Saucen aus
scharfem Pfeffer und Schokolade haben bis heute überlebt. Andererseits übernahmen die
Mexikaner zahlreiche Gerichte von den Spaniern, was zu einer Vielfalt der mexikanischen
Küche beigetragen hat. Allerdings beansprucht die traditionelle mexikanische Küche zur
Zubereitung der Gerichte sehr viel Zeit, denn sie legt auf die strukturelle Beschaffenheit
der Speisen sehr viel Zeit und das bedeutet Handarbeit.
Nicht nur die Kolonialherren sondern auch die Sklaven haben
ihre Spuren in den Kochtöpfen der karibischen Küche hinterlassen. Auch die
Völkervielfalt und die tropischen Gewächsen tragen zu einer raffinierten Küche bei.
Allerdings werden auf jeder Insel die lokalen Zutaten anders verwendet und der
Schärfegrad nimmt mit geografischer Südlichkeit der Insel zu. Grund ist der Chili, der
die Gerichte mit seiner Schärfe bereichert. Nicht zu vergessen die karibischen Drinks,
die mit ihrer Früchtevielfalt und köstlichen Rumvariationen eine leckere neue
Cocktailwelt kreiert haben.
Die Küche Mittel- oder Südamerikas ist vorwiegend von
Spanien und Portugal beeinflusst, wobei jedes Land je nach Klima und Naturprodukten seinen
eigenen Kochstil entwickelt hat. In der brasilianischen Küche haben die Einwanderer aus
Deutschland oder Italien ebenso ihre Spuren hinterlassen wie die ehemaligen afrikanischen
Sklaven. Die Peruaner können aus Kartoffeln wahre Wunderwerke zaubern und die Chilen
bereiten frischen Fisch und Meeresfrüchte auf das Köstlichste zu. Dagegen ist in
Argentinien natürlich Rindfleisch die Basis vieler Gerichte und in Surinam sind in hohem
Maße sowohl holländische als auch der indonesische Einflüsse unverkennbar.
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