Den Zucker und das Wasser in einen Topf geben
und erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Diese Zuckerlösung erkalten lassen. Die
Erdbeeren waschen, Stiele abzupfen und im Mixer oder mit dem Pürierstab zerkleinern, bis
ein möglichst feiner Früchtebrei entsteht. Den Brei in das Zuckerwasser geben, die
Milchsäure, das Hefenährsalz und die Reinzuchthefe hinzufügen. Danach alles sofort mit
einem Trichter in den Ballon füllen und mit dem Gäraufsatz verschließen, damit keine
Essigfliegen oder andere Mikrobenträger an den Brei herankommen.
Der Ballon sollte ein Fassungsvermögen von 15 bis 20 Liter Inhalt haben und darf
nur 1/2 höchsten 2/3 gefüllt werden, denn durch den Gärprozess läuft der Brei sonst
über.
Ballon an einem Ort stellen, an dem es nicht wärmer als etwa 20° bis 22° ist. Je nach
Temperatur beginnt der Gärprozess nach zwei bis drei Tagen, und endet nach acht bis
vierzehn Tagen.
Die Maischegärung soll nicht länger als zwei Wochen dauern. Nach der Gärung wird die
Maische durch ein Leinentuch abgeseiht und der Rest des Saftes ausgepresst. Der Saft ist
bereits alkoholhaltig, es ist "Federweisser". Er ist sehr süffig, vitaminreich,
steigt aber auch sehr leicht in den Kopf.
Danach alles wieder zur Nachgärung zurück in den zuvor gesäuberten Ballon geben. Besser
jedoch in einen kleineren Ballon umzufüllen. Wichtig, dass in dem Gefäß möglichst
keine Luft über dem jungen Wein steht. Der Gäraufsatz ist unbedingt auf den Ballon zu
stecken, damit der Gärprozess von der Aussenluft abgetrennt stattfinden kann.
Die Nachgärung ist abgeschlossen, wenn beim Schütteln des Ballons kein Kohlendioxyd mehr
durch den Gäraufsatz entweicht, -nach etwa 2 Monaten-.
Bei diesem jungen Wein haben sich auf dem Boden der Flasche Heferückstände gebildet.
Diese sind von dem Wein zu trennen, indem man ihn aus dem Ballon in einen anderen
Ballon umfüllt.
Dazu den Gäraufsatz von der Ballonflasche nehmen und den Plastikschlauch behutsam bis
wenige Zentimeter über den Heferückstand in dem Ballon führen. Schlauch vorsichtig
ansaugen, Schlauch mit dem Daumen zuhalten und das Ende außerhalb der Flasche
unter die Höhe des Flaschenbodens halten. Am besten geht das an einer Tischhkante. Der
Wein läuft jetzt durch den Schlauch in eine andere Flasche. Beim Absaugen ist darauf zu
achten, dass keine Heferückstände in die andere Flasche wandern.
Der Wein wird haltbarer, wenn man nach der Nachgärung noch Kaliumpyrosulfit hinzugibt,
also schwefelt.Prosit und ein gutes Gelingen |