| Die Herstellung der Käse ist
überall identisch und wird nach der gleichen sowie einfachen Methode vorgenommen. Nur
bezüglich der gewünschten Käsesorte sind Abweichungen in Details und Arbeitsgängen zu
finden. Nach der Überprüfung auf Reinheit und
bakteriologischen Beschaffenheit, wird die rohe oder pasteurisierte Milch, unter Zusatz
von Labenzymen oder Milchsäurebakterien, zum Gerinnen gebracht. Dieser Vorgang wird auch
als 'Dicklegen' der Milch bezeichnet. Die gestockte Milchmasse wird anschließend
zerkleinert, wobei einerseits der Käsebruch und andererseits die flüssige Molke,
entsteht.
Jetzt beginnt die Raffinesse der unterschiedlichsten
Verfahren, Impfungen, Würzungen, Pressungen, Formungen und Reifungsprozessen, die eine
unendliche Vielfalt an Käsesorten entstehen lässt.
Je feiner nun der Bruch geschnitten wird, umso mehr Molke
kann sich absetzen und umso fester wird der Käse. Hat der Bruch die optimale Größe
erreicht, muss er von der Molke getrennt werden und in die jeweils gewünschten Formen
gebracht. Diese sind in der Regel im Bodenbereich gelocht, so dass die überschüssige
Molke abfließen kann. Die Feinheit des Schnitts und welche Form der Käse erhält, ist
entscheidend für das Endprodukt.
Einige Sorten wie Ricotta müssen nur abtropfen, andere
dagegen wie die meisten Schnitt- und Hartkäsesorten erfordern ein zusätzliches Pressen,
um die noch vorhandene Molke zu entziehen. Dabei fällt Dauer und Druckstärke des
Käselaibes bei jedem Käse unterschiedlich aus.
Je nach Käsetyp werden die Käselaibe noch mit Salz
eingerieben oder in ein Salzbad gelegt. Auch hier variiert der Zeitraum zwischen Stunden
oder Tage, ganz nach der Käsesorte. Bei diesem Vorgang wird dem Käse weitere
überschüssige Molke entzogen. Darüber hinaus wird der Käse konserviert, die Bildung
der Rinde gefördert und der Käse vor dem Austrocknen geschützt. Anschließend kommt der
Käse in spezielle Reiferäume, die stets über eine gleichbleibende Temperatur und
Luftfeuchtigkeit verfügen. Dort lagert er je nach gewünschter Sorte unterschiedlich
lang, von einigen Tagen bis zu mehreren Monaten oder Jahren. Die Reife gibt dem jeweiligen
Käse seinen typischen Geschmack, seinen spezifischen Geschmack und die Konsistenz |