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Trüffelschwein Leonardos zweitem Fall ist diesmal nicht nur sein feiner Riecher gefragt,
wenn es um die Klärung von Mordfällen geht, auch das Geheimnis des Goldenen Trüffels
ist zu lüften. Mit seiner Padrona Eleonora Gobetti reist er nach Umbrien in das kleine
Benediktinerkloster um dort dieses Sagen umwobene Rätsel zu lösen. Dabei stellt er fest,
dass es hinter den Klostermauern überhaupt nicht heilig zugeht. Aber die Aufdeckung der
geheimnisvollen Legende löst eine wahre Verzückung aus.
Beim Lesen diese Buches weht einem nicht nur der Duft von
Eichen, feuchter Erde und Trüffeln um die Nase, auch dampfende Spaghetti mit einer
Butter-Salbei-Sauce und gehobelten Trüffelscheiben lassen puren Genuss erahnen. Dem
reizvollen Buch ist viel Interessantes um diese wundervolle Delikatesse zu entnehmen, so
dass bei jedem Hobbykoch schon das Lesen einen Gaumenkitzel hervorruft.
Darüber hinaus ist von dem cleveren Trüffelschwein zu
erfahren, dass der Duft von schwarzen Trüffeln aus Umbrien zwar weniger intensiv ist als
der von weißen Exemplaren, den Königstrüffeln von Alba, aber diese Tartufi ebenfalls
als vorzüglich gelten und sogar länger haltbar sind. In Öl eingelegt behalten sie
überdies einen Teil ihres Aromas, aber dieser Genuss ist mit dem eines frischen Pilzes
nicht zu vergleichen.
Das Buch ist einfach eine gelungene Mischung aus Hochgenuss
und leichtem Nervenschauder. |