| Begleitet wird
er dabei oft von einem Gehilfen, der regional unterschiedlich Knecht Ruprecht, Hans Muff,
Hans Trapp, Krampus, Pelzprecht, Schmutzli oder Pelzmärte heißt. Die Begleiter sind
recht raue Gesellen, die gerne ein paar Schläge mit der Rute verteilen. Sie stehen im
auffälligen Kontrast zu dem gütigen Nikolaus. Im
16. und 17. Jahrhundert entwickelten sich diese immer mehr zu Schreckgestalten. Sie wurden
in der bereits sehr strengen Erziehung erbarmungslos als Disziplinierungsmittel
eingesetzt, um den Kindern schreckliche Strafen anzudrohen, die von grässlicher Peinigung
bis zur Tötung reichten. Diese Gestalten schleppten angeblich die ungehorsamen Kinder in
Säcken und Körben von zu Hause weg, fraßen sie einfach auf oder ertränkten sie im
Teich.
Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Nikolaus mit seinen
Gesellen dann nicht mehr auf so drastische Weise eingesetzt. Dennoch bekam er weiterhin
von den Erwachsenen nicht nur eine bescherende, sondern auch eine pädagogische
Funktion übertragen. So wird er bis heute gerne als strafende und lobende Respektsperson
benutzt. Und ganz besonders dann, wenn elterliche Erziehungsmaßnahmen versagen |