| Pflege und Kultur Neben Licht und Wärme spielt bei der Haltung das richtige
Bodensubstrat eine große Rolle. Da die Wurzeln viel Luft brauchen und immer gut
abtrocknen müssen, erfordern sie ein spezielles Orchideensubstrat, das im Fachhandel
angeboten wird.
Als Pflanzgefäße eignen sich Kunststofftöpfe, da diese am Boden nicht nur eine ganze
Reihe von Löchern haben, sondern sich auch die fleischigen Wurzeln nicht an der
Gefäßwand ansaugen können. Denn speziell beim Umtopfen besteht die Gefahr, das
Wurzelwerk zu zerstören.
Wurde die Pflanze nach der Blüte nicht umgesetzt, ist sie
im Sommer hin und wieder, aber recht vorsichtig zu düngen. Dazu wird Flüssigdünger in
der Hälfte der sonst üblichen Konzentration angesetzt.
Fällt die Blüte in sich zusammen und verfärbt sich
bräunlich, ist sie mitsamt Stiel aus der Mitte des Blattfächers herauszuschneiden. Oft
schon während der Blüte bildet sich am Grund der Pflanze ein neuer Fächer, der im
nächsten Jahr mindestens eine Knospe bringen soll. Stark ausgeprägte Ruhezeiten haben
Frauenschuh-Orchideen nicht, doch hat es sich bewährt, nach der Blüte zwei bis drei
Wochen etwas weniger zu gießen, allerdings darf das Substrat im Topf nicht austrocknen.
Es empfiehlt sich die Pflanze am Ende der Drei-Wochen-Frist in frisches Substrat
umzusetzen.
Bis Ende Juni sollten die Pflanzen gedüngt und gegossen
werden. Danach sind sie bis zum September in den Garten oder auf den Balkon zu stellen.
Wichtig für diese Pflanzen ist die Nachtkühle im September, da nur so neue Blühimpulse
hervorgerufen werden können. Vor den Nachfröste sind die Pflanzen ins Haus zu holen, wo
sie erneut anfangen zu blühen.
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