| Advent und Weihnachten ist
die heimelige Zeit der Kerzen. Auch zu festlichen Anlässen wird gerne auf die altmodische
Beleuchtung zurückgegriffen, deren Erfinder die alten Römer waren. Kerzen werden aus Wachs, Stearin oder Paraffin hergestellt. Das
hochwertige Bienenwachs wurde als Ausgangsmaterial zur Kerzenherstellung weitgehend vom
preiswerteren Stearin und Paraffin verdrängt.
Stearinkerzen zeichnen sich beim Abbrennen durch eine
ruhige Flamme aus, sie rußen nicht, sind fest und von hoher Qualität. Darüber hinaus
ist Stearin, das aus organischen Fetten gewonnen wird, biologisch abbaubar. Allerdings
können Stearinkerzen als Härtungsmittel einen geringen Bestandteil an Paraffin
aufweisen.
Bei Kerzen aus Paraffin -Paraffin wird aus Erdöl gewonnen-
hängt die Qualität von der Reinheit der Erdölzutaten ab. Die Güte lässt sich in der
Regel allenfalls am Preis erkennen.
Keine Kerze ohne Docht, aber Dochtstärke und
Kerzendurchmesser müssen im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Denn zu dicke Dochte
bewirken ein Rußen der Flamme und zu dünne ein Verlöschen. Auch bei einem zu langen
Docht beginnt die Kerze zu rußen. Moderne Kerzen enthalten in der Regel einen
asymmetrisch geflochtenen Docht, der sich beim Brennen zur Seite neigt, so dass der obere
Bereich verglüht.
Kerzen lassen sich durch Verfahren wie Ziehen, Pressen,
Gießen oder Wickeln herstellen. Beim Ziehen wird der Dochtstrang so oft durch flüssiges
Wachs gezogen, bis die gewünschte Kerzendicke erreicht ist. Dagegen werden preiswerte
Kerzen wie Teelichter, durch Pressverfahren produziert, indem pulverisiertes Paraffin in
eine Form gedrückt wird. Zur Fertigung von hochwertige Kerzen wird das Wachs in Formen
gegossen. Diese können entsprechend des gewünschten Kerzendesigns verschiedene Konturen,
Größen oder Ausprägungen haben. Beim Wickeln -ein Verfahren, das primär bei der
Herstellung von Bienenwachskerzen zur Anwendung kommt- werden die dünnen, leicht
erwärmten Wachsplatten, meist mit Wabenbodenprofil, um den Docht gewickelt. |
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