| Heimat Die meisten und prächtigsten Orchideen sind als Baumaufsitzer in
den feuchten heißen Tropenwälder Asiens, sowie Mittel- und Südamerikas zu finden. Es
sind etwa 30 000 wild wachsende Orchideenarten und rund 150000 Kreuzungen bekannt, die
überall in der Welt vorkommen.
Einkauf
Die Blätter sollten grün und straff, und die Pflanze gut
mit dem Substrat verwurzelt sein. Knackig wirkende Pflanzen sind oftmals schlecht
bewurzelt, da sie zu schnell kultiviert wurden. Aus dem Topf heraushängende Wurzeln sind
aber normal. Orchideen mit bereits leicht verwelkten Blüten sind zu meiden, besser sind
ein oder zwei offene Blüten und reichlich Knospen an der Rispe. Zum Transport müssen
Orchideen gut verpackt werden, denn auf pralle Sonne oder anhaltende Kälte reagieren sie
äußerst empfindlich.
Standort
Viele Orchideenarten fühlen sich an einem Ost- oder
Westfenster wohl. Comparettia falcata, Odontoglossum pulchellum und viele
Frauenschuh-Züchtungen können aber auch an einem lichtarmen Nordfenster gut kultiviert
werden. Wer nur einen Platz an einem Süd- oder Südostfenster anbieten kann, sollte auf
Vanda- oder Cattleya-Arten zurückgreifen, da diese Wärme und Licht besonders schätzen.
Vor allzu starker Sonneneinstrahlung müssen jedoch auch sie geschützt werden.
Pflege
Orchideen benötigen viel Licht, ausreichende
Luftfeuchtigkeit und frische Luft. Ein Heizkörper unter der Fensterbank stört die
meisten der Exoten weniger, aber er vermindert die Luftfeuchtigkeit. Während der
Heizperiode und an warmen Tagen sollten deshalb die Blätter morgens und abends mit
handwarmem Wasser besprüht werden. Die Blüten vertragen keine direkte Feuchtigkeit, sie
müssen beim Sprühen ausgespart werden. Nicht ganz unwichtig ist auch das Gefäß. In
Plastikgefäßen sind die Pflanzen besser aufgehoben, da diese am Boden zumeist eine ganze
Reihe von Löchern haben. Außerdem können die fleischigen Wurzeln sich nicht daran
ansaugen, so dass beim Umtopfen das Wurzelwerk nicht zerstört wird. Orchideen bevorzugen
ein mäßig feuchtes Substrat, bekommen jedoch bei allzu großer Nässe zu wenig
Sauerstoff und faulen. Die Pflanzen sollten selten, dann aber kräftig gegossen
werden. Bei mittelgroßen Pflanzen empfehlen sich größere Gießpausen. Das Gießwasser
selber sollte zimmerwarm, salzarm und nicht zu hart sein. Regenwasser und abgekochtes
Leitungswasser eignen sich hierfür am Besten. Über den Winter hält man Orchideen besser
etwas kühler und trockener.
Luftfeuchtigkeit
Ausreichende Luftfeuchtigkeit -zwischen 50 und 60 Prozent-
ist erforderlich, die im Zimmer ohne Zusatzbefeuchtung nicht erreicht wird. Deshalb
zwischendrin immer mal besprühen.
Düngung
Damit sie die lichtärmeren Monate gut überstehen, sind
Orchideen während der Wachstumsphasen regelmäßig zu düngen. Wobei die Düngergaben im
Abstand von etwa vier bis sechs Wochen vollkommen ausreichen.
Erde
Da die Wurzeln viel Luft brauchen und immer gut abtrocknen
müssen, benötigen sie spezielle Orchideensubstrate, die meist aus einer Mischung von
Baumrinde, Styropor, Holzkohle, Torf, Kork und Kokosfasern bestehen. Nach etwa zwei
Jahren, wenn das Substrat seine grobe Struktur verloren hat, ist die Pflanze erneut
umzutopfen.
Kombinationen
Zu den farbenfrohen Exoten passen gut Fensterblatt,
Topfbromelie oder Korbmarante, die mit üppigem Blattwerk reichlich Wasser verdunsten und
dadurch die Luftfeuchtigkeit der Umgebung erhöhen.
Vermehrung
Sie kann je nach Sorte durch Rhizomteilung, Bewurzelung von
Seitentrieben oder Kopfstecklingen vorgenommen werden.
Schädlinge und Krankheiten
Spinnmilben, Blasenfüße, Schild- und Schmierläuse;
Grauschimmel, Orchideenrost und Pilzkrankheiten;
Arten
Die populärsten Orchideen-Arten sind
Phalaenopsis
Ihre Herkunftsregion ist Südostasien.
Die meist weiß oder fliederfarben blühende Pflanze benötigt regelmäßig Wasser, keine
direkte Sonne und eine Temperatur zwischen 18 - 25°C. Blüte: ganzjährig.
Paphiopedilum
auch Frauenschuh genannt, ist an der schuhförmigen Blüte zu erkennen und in Asien
beheimatet.
Blüte: April bis Mai.
Sie liebt einen halbschattigen Standort bei einer Temperatur zwischen 20 - 25°C.
Cattleya
mit einer meist eine röhren- oder tütenartige Blütenlippe, wobei die inneren
Blütenblätter oft stark vergrößert und am Rand gefältelt sind.
Die Heimat dieser Pflanze ist Süd- und Mittelamerika.
Blüte: im Frühjahr und Herbst.
Während der Blüte- und Wachstumszeit braucht sie viel Wasser. Die Pflanze liebt einen
hellen, warmen Standort mit einer Temperatur zwischen 20 - 26°C.
Dendrobium
Es gibt mehr als 1000 verschiedene Dendrobien, die sich durch längere, beblätterte
Stämme auszeichnen.
Blüte: von Oktober bis April.
Die Pflanzen benötigen sehr viel Licht und während der Wachstumsphase viel Wasser.
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