| Der Ausgangsstoff für alle Keramikarten ist immer Ton. Es werden dabei
vier Haupttypen unterschieden und zwar die Töpferware, das Steingut, das Porzellan und
das Knochenporzellan. Töpferware
wird aus hart gebrannter Tonerde gefertigt und bei geringer Temperatur gebrannt. Die Ware
ist sehr porös, nicht wasserdicht und muss glasiert werden, bevor sie als Geschirr
verwendet werden kann. Bei der schönen, mit hellen Farben versehenen mediterranen
Töpferware sind jedoch teilweise nur das Innere und einige äußere Stellen glasiert.
Steingut ist im Gegensatz zur
Töpferware bei höheren Temperaturen gebrannt, wodurch das Material widerstandsfähiger
wird. Der weiße Scherben ist dicker und poröser als Porzellan. Die in Nordeuropa sehr
beliebten Geschirrformen wirken rustikal und bleiben meist ohne Verzierung.
Porzellan wird aus dem weißen
Kaolin hergestellt. Dabei wird unterschieden in Weich- und Hartporzellan. Beim
Weichporzellan wird mehr Quarz und Feldspat verwendet und die Brenntemperatur beträgt
etwa 1200-1300°C. Hartporzellan enthält dagegen mehr Kaolin und wird bei 1400-1500°C
gebrannt.
Porzellan hat eine fast lichtdurchlässige Konsistenz und einen hellen Klang. Das Material
lässt die zierlichsten und grazilsten Formen zu.
Knochenporzellan oder Bone China ist
besonders transparent und stabil. Hier wird noch Knochenasche zugemischt.
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