Überall auf der Welt wird Schaumwein nach der Champagnermethode hergestellt. Allerdings
ist die Bezeichnung "Champagner" streng reglementiert. Nur Flascheninhalte aus
dem Gebiet der Champagne, aus genau festgelegten Rebsorten und nach einem ganz bestimmten
Verfahren hergestellt, dürfen sich seit 1935 noch Champagner nennen. Sekt dagegen ist die
gebräuchliche Bezeichnung für deutschen Qualitätsschaumwein, der eine amtliche
Prüfnummer tragen muss. Die Ergebnisse sind durchaus überzeugend und ein guter Sekt
braucht den Vergleich mit Champagner nicht zu scheuen, wobei Riesling-Sekte die wohl
gerühmtesten sind.Zum kultivierten Genuss gehören
auch stilvolle Gläser. Getrunken werden Sekt und Champagner aus Kelchen, Flöten und
Schalen. Allerdings sind Schalen nur dann angebracht, wenn es sich um Cocktails mit Sekt
oder Champagner handelt. Schalen können wegen ihrer Weite den Schaum nicht halten, sie
sind zu flach, um das Spiel der Perlen zu zeigen, das Bukett verfliegt durch die weite
Öffnung und der Inhalt erwärmt sich zu schnell. Auch die heute beliebte Flöte gilt
nicht als perfektes Glas für den vollmundigen Genuss. Das einzig angemessene Behältnis
dafür ist ein hohes, schmales Kelchglas, das sich nach oben hin weitet, kurz unter dem
Rand aber wieder enger wird. In diesen leicht bauchigen Glasformen können sich die
Aromastoffe am besten voll entfalten. Auch das Spiel der aufsteigenden Bläschen im Glas
löst einen prickelnden Reiz aus. Um diesen Effekt lange zu erhalten, ist in hochwertigen
Gläsern ein "Moussierpunkt" eingeschliffen, der den Sekt am Perlen hält.
Die beste Trinktemperatur von Champagner liegt bei 7°C -
8°C und nur manche körperreiche Sorten benötigen 10°C - 12°C. Weißer Sekt darf
zwischen 6°C - 8°C und roter Sekt 2°C - 3°C wärmer serviert werden. Denn Frische und
Kohlensäure gehen bei zu großer Wärme verloren und bei zuviel Kälte leidet die
Perlfähigkeit. Sowohl Champagner als auch Sekt darf niemals im Gefrierfach runtergekühlt
werden. Der Kälteschock zerstört nicht nur das Bukett sondern auch das Aroma kann sich
nicht mehr entfalten.
Bei festlichen Diners trinken Champagnerexperten von
"jung nach alt", sie beginnen mit den jungen Sorten, um mit den reifen und
älteren Jahrgängen zu enden. |