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| Mythos der Mistel |
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Die Mistel ist nicht nur ein sagenumwobener Glücksbringer sondern auch eine wirksame
Heilpflanze. |
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Glücksbringer und bei den Germanen das Symbol des Julfestes, das mit der
Wintersonnenwende begann und zwölf Tage dauerte. Auch
heute glauben noch Menschen daran, dass schöne Träume sich erfüllen wenn Mistelzweige,
während der zwölf Nächte der Wintersonnenwende, im Zimmer hängen. Aber nicht nur als
Glückspflanze hat sie viele Funktionen in Bräuchen und Zauberei zu erfüllen, sondern
sie gilt auch als Abwehrmittel gegen Blitz und Krankheit. Darüber hinaus enthält sie
verschiedene Wirkstoffe, die sie seit Jahrhunderten schon in der Heilkunde begehrt macht.
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| Bei der Mistel handelt es
sich um einen bis zu 1 m hohen, gelbgrünen, strauchigen Halbschmarotzer. In Deutschland
kommt die Weiße Mistel vor, die auf Laubbäumen zu finden ist. Sie siedelt sich in
Baumkronen an und treibt ihre Senker weit in die Leitungsgefäße des Gehölzes hinein.
Mit Hilfe von Saugorganen entzieht die Mistel der Wirtspflanze Wasser und die darin
gelösten Nährstoffe. Im Gegensatz zum Vollschmarotzer besitzt sie Blattgrün, dadurch
ist sie zur Photosynthese befähigt und baut die organischen Stoffe selbst auf. Die
immergrünen Blätter sind derb und lederartig, die Blüten unscheinbar. Ein dicht mit
Misteln behängter Baum kann im Laufe der Zeit entkräftet werden, so dass er abstirbt.
Die erbsengroßen, weißen, klebrigen Beeren werden von den Vögeln gefressen und durch
Vogelkot verbreitet. Allerdings mit dem Entfernen
der Misteln von den Bäumen ist es nicht getan, denn die in der Wirtspflanze verbleibenden
Rindenwurzeln sind in der Lage "Adventivknospen" zu bilden, die sich nach dem
Abschneiden der Mistel wieder zu neuen Pflanzen entwickeln
Laut Bundesnaturschutzgesetz fällt die Mistel unter die
Schutzbestimmungen für wildwachsende Pflanzen und darf für gewerbliche Zwecke nur mit
Genehmigung gesammelt werden |
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| Advent 2001
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