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| Warenkunde |
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| Zucker |
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| Fast 114 Millionen
Tonnen Zucker werden weltweit im Jahr erzeugt, davon sind 60 % Rohrzucker und
etwa 40 % Rübenzucker. |
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Zuckerrohr
Dieses zu den Süßgräsern zählende schilf- bis bambusartige Gewächs, wird in
den tropischen Ländern wegen seines hohen Zuckergehaltes angebaut. Die Pflanzen werden
bis zu 7 m hoch. Die 2 - 7 cm dicken Halme enthalten vor der Blüte etwa 13 - 20 %
Rohrzucker, ein weiches, weißes Mark. Die Blätter der Pflanze sind etwa 1 - 2 m lang und
die pyramiden- förmigen Blütenrispen können bis zu 80 cm lang werden.
Das Mark liefert den wirtschaftlich wichtigen Rohrzucker und die Zuckermelasse. |
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Aus der Sicht der Ernährungswissenschaftler sind Zucker süßschmeckende, in der Natur
oft vorfindbare Kohlenhydrate. Dazu gehören primär Traubenzucker, Milchzucker,
Malzzucker, Fruchtzucker und Saccharose(wird vor allem aus Zuckerrüben und Zuckerrohr
gewonnen ).
Was im Allgemeinen unter Zucker verstanden, ist ausschließlich Rohr- oder Rübenzucker,
der sich im Körper, je zur Hälfte in Fruchtzucker und Traubenzucker aufspaltet.
In der Antike war Zucker unbekannt, gesüßt wurde mit Bienenhonig oder pflanzlichen
Süßstoffen. Vermutlich erst durch die Kreuzzüge gelangten der Zucker und die Kenntnisse
der Zuckergewinnung nach Europa.
Rohrzucker gedeiht nur im tropischen Klima, daher war er früher so teuer, dass er nur
für wenige Leute erschwinglich war. So wurde Zucker zu einer begehrten Ware und zum
wichtigsten Produkt des frühen Welthandels.
Das änderte sich, als der deutsche Chemiker Andreas Sigismund Marggraf 1747 auf den
Zuckergehalt der Runkelrübe aufmerksam wurde. Erst sein Nachfolger Franz Carl Achard
errichtete 1801 die erste Zuckerrübenfabrik der Welt. |
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| Die unauffällige
Zuckerrübe produziert mit Hilfe von Sonnenlicht aus Bodenwasser und Kohlendioxid
der Luft, das Kohlenhydrat Zucker, ein reines Naturprodukt. Die Rüben enthalten 12 - 21 %
Rübenzucker. |

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Der Anbau erfolgt in der
gemäßigten Zone, in Gebieten mit genügend warmem und nicht zu feuchtem Klima.
Deutschland ist nach Frankreich das größte Anbaugebiet für Zuckerrüben. |
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In der Zuckerfabrik werden die Rüben gewaschen, geschnitzelt und ihnen dann durch ein
Extraktionsverfahren der Zucker weitestgehend entzogen. Dabei geht der Zucker durch die
Zellwände der Rüben, in das bei diesem Verfahren verwendete Wasser über. Diesem
Zuckersaft wird durch Verdampfen das Wasser entzogen, bis dann bei einem bestimmten
Verhältnis von Zucker und Wasser, sich schlagartig Kristalle bilden. In großen
Drehbehältern wird die Masse bei ständiger Bewegung abgekühlt, die Kristalle wachsen
dabei weiter an.
Durch Zentrifugieren wird der zwischen den Kristallen verbliebene Sirup abgeschleudert.
Zurück bleibt gelbbrauner Rohzucker, der mit Wasser und Wasserdampf mehrmals
gereinigt wird, bis die Raffinade übrigbleibt, ein reiner weißer Zucker von bester
Qualität. |
| Zuckersorten
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| c |
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