| Trüffeln werden sowohl von Schweinen als auch
von Hunden mit ihren feinen Nasen aufgespürt. Allerdings gibt es auch Menschen, die über
Fähigkeiten zur Trüffelsuche verfügen. Heute werden jedoch mehr dressierte Hunde zum
Aufstöbern eingesetzt, da Schweine Trüffeln so sehr lieben, dass sie kaum abzuhalten
sind, diese selbst zu fressen. Von den etwa 70
bekannten Trüffelarten sind knapp die Hälfte in Europa zu finden. Die Fruchtkörper der
knolligen unterirdischen Pilze bevorzugen zum Gedeihen bestimmte Baumwurzeln wie Eichen,
Kastanien und Buchen, benötigen entsprechende Böden sowie ein spezielles Kleinklima. Die
Preise für diese Luxusobjekte sind deshalb so hoch, da die große Nachfrage die Lieferung
der Natur bei weitem übersteigt.
Gourmets schätzen vor allem weiße Trüffeln aus Italien
und schwarze aus Frankreich. Die weißen Piemont-Trüffeln, sind in Nord- und
Mittelitalien sowie in kleinen Mengen in Frankreich, Istrien und Sardinien vorzufinden.
Der unregelmäßig geformte Pilz hat ein weißlich marmoriertes Fleisch von einem
ausgezeichneten Aroma. Die schwarze Périgord-Trüffel dagegen wächst in Südfrankreich,
Norditalien und Spanien. Ihre Knolle ist rundlich, schwarzbraun und von kleinen Warzen
bedeckt. Im Langhe-Gebiet -der Region Piemont- ist die teuerste und edelste Trüffel, die
Alba-Trüffel zu finden. Welche nun delikater sind lässt sich schwer entscheiden.
Für die Piemont-Trüffeln beginnt in Italien die Saison im
Oktober und dauert bis Dezember, im Gegensatz zu den Périgord-Trüffeln, die von November
bis März gesucht werden.
Frische Trüffeln haben einen intensiven Geruch und ein
köstlich erdiges Aroma, weshalb sie meist roh und dünn über ein frisches Gericht
gehobelt werden. Die schwarzen Sorten werden schon eher gekocht oder sind als Würzbeigabe
in einer Leberpastete zu finden.
Zu erwähnen ist noch Sommertrüffel, die weniger intensiv
und nicht so aromatisch wie die beiden vorher genannten Trüffeln ist. Dieser Pilz hat
eine schwarze, warzige Außenhaut und ist im Inneren von weißlichgrauen Adern durchzogen.
Wegen ihres schwachen Geruchs und wenig ausgeprägten Geschmacks hat Sommertrüffel kaum
kommerziellen Wert. Oft wird sie mit Trüffelöl verfeinert, um ihren Geschmack zu
verstärken. Sie kommt unter anderem in Frankreich, Italien und Süddeutschland vor.
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| Schon bevor Trüffeln zubereitet werden, lohnt
es sich das exquisite Aroma ausnutzen. Es ist so intensiv, dass eine in einen Kühlschrank
gelegte Trüffel das Aroma auf alle anderen Nahrungsmittel überträgt. So lassen sich
beispielsweise frische Eier mit Trüffeln, für 1 bis 2 Tage in einem gut verschlossenen
Glas gelagert, ausreichend parfümieren. In den
letzten Jahren stieg auch die Nachfrage nach mit Trüffeln aromatisiertem Öl, dem 'olio
al tartufo'. Dieses Öl wird gerne für Fleisch-, Fisch- und Eierspeisen verwendet.
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