| Schon im Mittelalter
kultivierten Mönche den Anbau von Weißkohl, der damals noch 'crut' hieß. In großen
Holzfässern wurde das gehobelte Weißkraut mit Salz eingestampft. Das Resultat war ein
saurer Kohl, der durch den Zusatz von Salz eine Milchsäuregärung durchgemacht hatte.
Zwar ist das Verfahren heute moderner, das Produkt allerdings ist das gleiche geblieben.
Sauerkraut wird heute zusätzlich noch mit natürlichen Gewürzen, Kräutern, Zucker, Wein
oder Champagner verfeinert. Auf den Speisekarten der
besten internationalen Restaurants ist es unter dem französischen Namen
"choucroute" zu finden. "Choucroute au champagne" ist das bekannte
Champagnerkraut und das exquisite "Choucroute aux huîtres" ist Sauerkraut mit
Austern. Auch andere Länder wie Holland, den Balkanländer oder Russland servieren
Sauerkrautgerichte, allerdings in einer deftigeren Zubereitung.
Sauerkraut eignet sich für Rohkostsalate, Aufläufe,
Eintöpfe und als Beilage zu Hauptgerichten. |
| Sauerkraut ist sowohl reich
an Vitaminen als auch an Mineralstoffen und seine Milchsäure beschleunigt den
Stoffwechsel. Allerdings wird sein hoher Gehalt an Vitamin C besonders rasch vermindert,
wenn es in Plastikbeuteln unter Lichteinfluss aufbewahrt wird. Bei den im Handel angebotenen Konserven ist der Weißkohl nicht nur mit Hilfe von
Salz sondern auch durch eine natürliche Milchsäuregärung konserviert
worden. Delikatess-Sauerkraut enthält je 100 g etwa 335 mg Natrium, 288 mg Kalium
und 1,6 g Milchsäure. |