| Die europäische Verordnung unterscheidet neun
Kategorien für Olivenöl. In diesen werden die Qualitätsbezeichnungen festgelegt, unter
denen Olivenöl verkauft werden darf. In Anlehnung an die EU-Verordnung werden jedoch 4
Güteklassen unterschieden, die besonders für den Verbraucher wichtig sind. Für alle Olivenöle aus EG Ländern gelten folgende
Qualitätsnormen:
"natives Olivenöl extra"
- höchste Qualität, entspricht alten Bezeichnungen wie "kaltgepresst" oder
"extra vergine"-
Bei der hochwertigsten Güteklasse wird das Öl ausschließlich im mechanischen Verfahren
durch sanfte Pressung gewonnen. Der Anteil der freien Fettsäuren darf höchstens bei 8,0
g pro 100 g Öl liegen.
Bezüglich Farbe, Geschmack und geruch muss das Öl fehlerfrei sein.
"natives Olivenöl"
- mittlere Qualität ist weniger aromatisch-
Das Öl in dieser Güteklasse wird auf die gleiche Weise, aber etwas stärker gepresst,
gewonnen. Der Anteil der freien Fettsäuren darf 2 g pro 100 g Öl nicht überschreiten.
Geschmackliche Mängel lassen einen Verkauf nicht zu, so dasss das Öl über Raffination
nachgebessert und eine Güteklasse tiefer eingestuft werden muss.
"Olivenöl"
- einfache Qualität, ist sowohl chemisch als auch physikalisch gereinigt und oftmals mit
nativem Öl verschnitten-
Dieses Öl ist ausschließlich raffiniert und direkt aus Oliven gewonnen worden. Der
Anteil an freien Fettsäuren liegt bei maximal 1 g pro 100 g Öl.
"Oliventresteröl"
ist ein Produkt des gepressten Tresters. Es enthält ausschließlich Öl aus der
Extraktion und Raffination von Olivenöltrester und direkt aus Oliven gewonnenem Öl. Es
muss als solches auf dem Etikett gekennzeichnet sein. Der Anteil der freien Fettsäuren
darf 1,0 g Fettsäure pro 100 g Öl nicht überschreiten.
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