| Speiseöle rekrutieren zu 99,9% aus Fett,
wobei ein Fettmolekül sich immer aus einem Teil Glycerin und drei Fettsäuren
zusammensetzt. Alle Fettsäuren bestehen aus einer mehr oder weniger langen Kette von
Kohlenstoffen. Wesentlich ist, dass Fettsäuren einen
unterschiedlichen Aufbau zeigen. Es gibt kurze, mittlere sowie langkettige Fettsäuren,
und je länger eine Fettsäure ist, umso niedriger liegt ihr Schmelzpunkt. Da alle Öle
langkettige Fettsäuren haben sind sie bei Raumtemperatur flüssig.
Fettsäuren lassen sich in gesättigte, einfach
ungesättigte sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren klassifizieren. Die Bezeichnung
gesättigte und ungesättigte Fettsäuren bezieht sich auf die chemische Struktur der
Fette. Bei den gesättigten Fettsäuren, zu ihnen gehören u.a. sämtliche gehärteten
Fette, sind alle Kohlenstoffe an Wasserstoffe gekoppelt. Die ungesättigten Fettsäuren,
wie beispielsweise pflanzliche Öle enthalten in ihrem Kohlenstoffgerüst außer einfachen
Kohlenstoffbindungen auch eine oder mehrere Doppelbindungen. Zu den einfachen
ungesättigten Fettsäuren gehören u.a. die Ölsäure und zu den mehrfach ungesättigten
Fettsäuren u.a. die Linolsäure und Linolensäure. Letztere haben als essentielle
Fettsäuren Bedeutung für den Fettstoffwechsel.
Vitamin E ist in allen pflanzlichen Ölen enthalten. Bei
der Raffination wird zwar ein Teil des Vitamins flüchtig, das jedoch oftmals den Ölen
später wieder zugesetzt wird.
Viele der Öle sind reich an Linolsäure. Diese mehrfach
ungesättigte Fettsäure kann den Cholesterinspiegel senken. Der Bedarf pro Tag liegt bei
10 g.
Nachstehend ein Überblick über den Linolsäure-Gehalt pro
Esslöffel
Öl (15g):
Distelöl 11,0 g
Traubenkernöl 9,8 g
Sonnenblumenöl 9,0 g
Walnußöl 8,6 g
Maiskeimöl 8,5 g
Sojaöl 8,0 g
Kürbiskernöl 7,7 g
Sesamöl 6,4 g
Erdnußöl 3,6 g
Olivenöl 1,2 g |
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