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| Warenkunde |
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| Milch |
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Milch enthält fast alle
lebensnotwendige Nährstoffe und ist leicht bekömmlich. Darüber hinaus schmeckt sie
köstlich. Sie besteht zu 90% aus Wasser. Die restlichen 10% setzen sich aus hochwertigen
Nährstoffen zusammen, wie Milcheiweiß, Milchzucker und leicht bekömmliches Milchfett,
Mineralstoffe, Kalzium, Phosphor und Vitamine, vor allem B2. Der Anteil fettlöslicher
Vitamine, z.B. Vitamin A ist ein geringer als in Vollmilch. |
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Milch kommt über die Molkerei
grundsätzlich bearbeitet zum Verbraucher. Sie wird zuerst zentrifugiert und gereinigt,
dabei in Rahm und Magermilch getrennt. Der Magermilch wird danach wieder Rahm zugefügt,
um einen entsprechend gewünschten Fettgehalt zu bekommen. So beträgt er beispielsweise
bei Vollmilch 3,5 Prozent. Sowohl Magermilch als auch Vollmilch können anschließend zu
Butter, Käsesorten und Sauermilchprodukten, wie Joghurt, saure Sahne oder Crème fraîche
weiterverarbeitet werden.
Die wichtigsten Milchsorten: |
| Vorzugsmilch |
| ist die einzige im Handel verkaufte Rohmilch.
Sie ist vollkommen unbehandelt und naturbelassen. Sie hat einen natürlichen Fettgehalt
von 3,5 bis 4 Prozent und enthält von allen Milchsorten die meisten Vitamine und
Nährstoffe. Sie unterliegt besonders strengen Hygienekontrollen, da sie besonders
anfällig für Bakterien und Keime ist. Kühe, Ställe und die Milch werden ständig
überwacht. Sie ist im Kühlschrank 1-2 Tage haltbar. |
| Vollmilch |
| Sie wird durch kurzes Erhitzen weitgehend
keimfrei und damit auch haltbarer gemacht. Sie wird auch Frisch- oder Trinkmilch genannt
und hat einen Fettgehalt von mindestens 3,2 Prozent. Einige Hersteller bieten unter dem
Namen "Landmilch" auch Vollmilch an, die bis zu 3,8 Prozent Fett enthält. Beide sind pasteurisiert und homogenisiert. Vollmilch ist durch ihre
Behandlung länger haltbar als die unbehandelte Vorzugsmilch. Sie läßt sich etwa 4-6
Tage im Kühlschrank aufbewahren. |
| Fettarme Milch |
Bei der teilentrahmten Milch liegt der
Fettgehalt zwischen zwischen 1,5 und 1,8 Prozent, bei entrahmter Magermilch liegt er sogar
bei 0,3 Prozent.
Durch den geringen Fettgehalt verändert sich der Geschmack der Milch. Um diesen
auszugleichen wird sie oft mit Milcheiweiß angereichert. Sie sind beide pasteurisiert als
auch homogenisiert und im Kühlschrank 4-6 Tage haltbar. |
| H-Milch |
| Das H" bedeutet
Haltbarkeit". H-Milch wird als Vollmilch mit natürlichem oder eingestelltem
Fettgehalt, als fettarme oder entrahmte Milch -Magermilch- angeboten. Sie wird für einige
Sekunden auf 85 Grad ultrahocherhitzt und homogenisiert. Das Milcheiweiß ist durch die
große Hitzeeinwirkung leichter verdaulich. Ungeöffnet und ohne Kühlung ist sie
mindestens 6-8 Wochen lagerbar, geöffnet dagegen im Kühlschrank nur 3-5 Tage haltbar. |
| Buttermilch |
| Sie ist ein Nebenprodukt der
Butterherstellung. Aus dem Rahm der Milch entsteht Butter, was übrig bleibt ist die Basis
für Buttermilch. Wird ihr Wasser oder Magermilch zugesetzt, trägt sie die Bezeichnung
Buttermilch". Enthält sie keine Zusätze, dann wird sie als Reine
Buttermilch" verkauft. Beide Sorten haben einen Fettgehalt von weniger als 1 Prozent.
Ihre Haltbarkeit beträgt im Kühlschrank 1-2 Wochen. |
| Sauermilch-Produkte |
| Dickmilch, Joghurt, Sauer- und Schwedenmilch
gehören zu dieser großen Gruppe, die alle nach dem gleichen Prinzip hergestellt werden.
Der pasteurisierten Milch werden Milchsäure-Bakterien zugesetzt, die mit Hilfe
gezielter Wärmeeinwirkung den Säuerungsprozess bewerkstelligen. Durch spezielle
Bakterienkulturen erhalten die Produkte ihr spezifisches Aroma. |
| Kefir |
| Dieses Getränk ist ebenfalls ein
Sauermilch-Produkt. Ein kleiner, aber wesentliche Unterschied ist der vorgeschriebene
Zusatz von spezieller Kefirhefe. Dieser Zusatz bewerkstelligt sowohl einen niedrigen aber
geschmacksbestimmenden Alkoholgehalt, als auch die Bildung von Kohlensäuren. Die
Alkoholmenge ist jedoch so gering und daher völlig unbedenklich. |
| Schlagsahne |
| Sahne entsteht beim Entrahmen von Milch. Ab
einem Fettgehalt von 30 Prozent darf süße, ungesäuerte Sahne die Bezeichnung
"Schlagsahne Schlagsahne hat je nach Sorte einen Fettgehalt zwischen 30 und 35
Prozent. Je höher der Fettgehalt ist, desto einfacher und schneller läßt sich die Sahne
steif schlagen und desto länger bleibt sie fest. Schlagsahne ist pasteurisiert und
ultrahocherhitzt. Im Kühlschrank ist sie 4-6 Tage haltbar, ungekühlte H-Sahne lässt
sich etwa 6 Wochen aufbewahren. |
| Crème double |
| Diese französische, ungesäuerte
Sahnespezialität enthält 40 - 45 Prozent Fett. Sie ist ideal zum Binden von Saucen und
Suppen, sie flockt auch bei hohen Temperaturen überhaupt nicht aus. Man kann sie
auch als Ersatz für Schlagsahne zu Obstkuchen und Desserts verwenden. |
| Saure Sahne |
| Durch das Säuern mit speziellen
Milchsäurebakterien, bekommt Saure Sahne oder Sauerrahm, das typische Aroma und die
joghurtähnlich Konsistenz. Mit nur 10 Prozent Fett ist sie kalorienarm, kann aber nur
begrenzt verwertet werden, da sie beim Erhitzen leicht gerinnt. Verwendung findet sie bei
Salatsaucen, Quarkspeisen oder Verfeinerung von Saucen. |
| Schmand |
| Diese Sahne ist wegen ihres relativ hohen
Fettgehalts von 24 Prozent vielseitiger verwendbar als saure Sahne. |
| Crème fraîche |
| In der deutschen Küche hat sich Frankreichs
beliebteste Sahne längst etabliert. Sie schmeckt fein säuerlich und ist mit einem
Fettgehalt von 30 - 35 Prozent besonders gut zum Binden von Suppen, Saucen und
Schmorgerichten geeignet. |
| Stutenmilch |
| Diese dünnflüssige Milch enthält neben
Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen rund 1 Prozent Fett sowie 6 Prozent Milchzucker und
schmeckt daher leicht süßlich.Es ist eine seltene und teure Spezialität. Primär wird
sie für Trinkkuren empfohlen. Sie ist im Handel nur tiefgefroren zu erhalten, aufgetaut
hält sich im Kühlschrank bis 10 Stunden. |
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