| Die Früchte des dornigen Kapernstrauchs Capparis
spinosa, der praktisch im gesamten Mittelmeerraum heimisch ist, werden seit der
Antike als pikante Kochzutat und kulinarische Köstlichkeit verwendet. Die Blütenknospen
müssen vor ihrem nur eintägigen Blühen gepflückt werden. Danach werden sie getrocknet,
gesalzen und in Essig oder Öl eingelegt. Dabei entstehen Caprinsäure ein
Senfölglycosid, die den Kapern ihren würzig-pikanten Geschmack verleihen. Kapern sollten
oliv- bis blaugrün und möglichst klein sein. Die allerbesten sind die kleinsten meist
aus der Provence stammenden Knospen, die "Nonpareilles". Die recht eigenwilligen Kapern dienen als pikante Saucenbeigabe
traditionell zu Königsberger Klopsen oder das italienische Vitello tonnato. Aber auch
Ragouts, Fisch, Lamm und kräftige Geflügelgerichte bereichern sie und Salate oder
Vorspeisenteller werden von ihnen geschmacklich abgerundet.
Aber beim Würzen mit Kapern sollten möglichst wenig
Kräuter verwendet werden, denn mit Gewürzen wie Salbei, Oregano oder Rosmarin
konkurrieren Kapern unharmonisch.
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