| Glossar der
Würzstoffe Angostura:
Wird aus der Rinde des im nördlichen
Südamerika und auf den Westindischen Inseln beheimateten Angosturabaumes gewonnen. Die
Rinde enthält mehrere Alkaloide und ätherische Öle die appetit- und verdauungsanregend
sind. Angostura wird für Cocktails und Süßspeisen verwendet.
Anis:
Verwendet werden außer den Samen vor allem die Früchte des Sternanisbaumes.
Anis kann andere Gewürze leicht überdecken, er sollte sparsam dosiert werden. Er ist als
Backgewürz unentbehrlich und wird auch in der Likörherstellung verwendet. Besonders ist
er zu empfehlen für, Anisbrot und -plätzchen, Apfel- oder Birnenkompott, süße Grieß-
und Milchspeisen, Geflügelfüllungen, Schweinebraten und Rotkohl.
Backgewürz:
besteht aus 6 - 12 Einzelgewürzen, z.B. Anis, Ingwer, Kardamom, Muskat, Nelken
und Zimt. Gewürzmischungen in verschiedenen Zusammenstellungen sind vor allem für die
Honig- und Lebkuchenbäckerei
Cayennepfeffer:
Scharfes südamerikanisches Gewürz, aus getrockneten und gemahlenen Chillies
hergestellt. Passt u.a. zu scharfen Saucen, Suppen, Mixed Pickles.
Curry:
aus der indischen Küche stammende Gewürzmischung in der 6 bis 15 tropische
Gewürze enthalten sind. Die Palette reicht vom Pfeffer bis zum Ingwer und vom Koriander
bis zur Muskatblüte. Immer dabei ist Kurkuma -Gelbwurz-, das dem Curry seine gelbe Farbe
gibt. Wird für asiatische Gerichte, zu Reisgerichten, Fisch, Fleisch, Geflügel und
verschiedenen Soßen verwendet.
Ingwer:
Aus dem Wurzelstock der Ingwerstaude gewonnenes Gewürz, ursprünglich in Indien
und China als Heilmittel geschätzt. Findet Verwendung bei Birnenkompott, eingelegtem
Kürbis, Schweinebraten, Ragouts, Marinaden, Marmeladen, Backwaren und Konfekt, asiatische
Reis-, Fleisch- und Fischgerichte.
Kapern:
Blütenknospen des im Mittelmeergebiet vorkommenden Kapernstrauches, werden in
einer Salz-Essiglösung auf dem Markt angeboten. Mildes Gewürz für Fisch- und
Fleischgerichte, Salate und Soßen.
Kardamom:
Samen des in Vorderindien und auf Ceylon angebauten Kardamomstrauches. Im
Geschmack, leicht brennend und würzig herb. Gemahlen als Gewürz für süße Soßen,
Gebäck, Speisen, gekochtes Schweine- und Kalbfleisch, Getränke und Backmischungen.
Messerspitze voll zum Kaffeepulver geben, bevor er überbrüht wird
Knoblauch:
Zwiebeln der Knoblauchpflanze, werden in Mittel- und Südeuropa kultiviert. Zur
Verwendung kommt sie bei Hammelfleischgerichten, Fleisch, Marinaden und Soßen.
Koriander:
Im Mittelmeerraum beheimatetes Kraut. Die rotbraunen, kugeligen Früchte,
pfefferkorngroß und leicht gerippt, werden als Gewürz für Fleischgerichte, Kohl- und
Kartoffelgerichte, Fischsuppen, Süßspeisen, Wurst und Backwaren -Weihnachtsbäckerei-
verwendet, sowie zur Gewinnung von ätherischen Ölen zur Herstellung von Parfüms.
Kümmel:
Gewürz mit magenstärkender Wirkung, das aus den getrockneten Spaltfrüchten
einer Krautpflanze besteht. Für Suppen, Soßen, Kartoffeln, Gemüse, Weißkohl,
Fleischgerichte, Quark, Kochkäse und Käsegebäck.
Lorbeer:
Die getrocknete grünen Blätter und die schwarzblauen Beeren werden beim
einlegen von Gurken und Heringen, Marinaden, Fleisch, Fisch und Soßen verwendet.
Muskat:
Die Muskatnuß ist der Kern der aprikosenähnlichen Frucht des Muskatbaumes, der
vorwiegend in Indonesien angebaut wird. Geriebene Muskatnuß eignet sich zur
Geschmacksverbesserung bei herzhaften Suppen und Soßen, Hackfleisch und Klopsen, Gemüse,
Klößen und Gebäck. Der orangerote, fleischige Samenmantel der Nuß wird als Muskat-
oder Macisblüte gehandelt. Pulverisiert dient er zum Würzen von Lebkuchen und anderem
Weihnachtsgebäck, Fleischbrühe, Innereien und Wurstwaren.
Tipp:
Muskatblüte immer in kleinen Stücken mitkochen.
Nelken:
Getrocknete Blütenknospen des bis zu 12 m hohen immergrünen
Gewürznelkenstrauchs. Gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt. Wird zum Verkauf, in
ganzen Knospen oder gemahlen, angeboten. Nicht nur für Glühwein und Kompott, sondern
auch für Suppen, Gemüse, Fleisch- und Wildgerichte und süße Chutneys.
Orangeat:
Kandierte und glasierte Schalen der bitteren Orangen und Pomeranzen. Für süße
Omeletts und Gebäck.
Paprika:
einjährige Pflanze, die in mehreren Formen gezüchtet und überall in Mittel-
und Osteuropa angebaut wird. Das Gewürz wird aus den getrockneten, länglichen, roten
Schoten gewonnen. Beim süßen Paprika wurde aus den Früchten der Samen entfernt. Mit
Samen gemahlener Paprika ist scharf. Es gibt vier Sorten mit ansteigender Schärfe,
Delikateß-mild, Edelsüß-mild und würzig, Halbsüß-kräftige Schärfe,
Rosenpaprika-extra scharf. Verwendung bei Fleischgerichten, Suppen, Salate, Gemüse,
Gulasch Hähnchen und Fisch.
Tipp:
Paprikapulver nicht in heißes Fett geben, es verbrennt und wird bitter. |