| Ein hartes Mehl enthält proportional mehr
Protein als Stärke und verfügt somit über einen hohen Kleberanteil. Vollkornweizenmehl, in dem auch Kleie und Keime enthalten sind,
besitzt alle Nährstoffe und ist besonders wertvoll. Aber wegen der fettreichen Keimlinge
ist seine Lagerfähigkeit stark begrenzt. Auszugsmehl enthält dagegen praktisch nur noch
den Mehlkörper, Schalen und Keim wurden entfernt, so dass es auch länger haltbar ist.
Weizenmehl gibt es in verschiedenen Ausmahlungsgraden, sie
beeinflussen die Bestandteile des Mehls. Je höher er ist, desto größer ist der Gehalt
des Mehls an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Die Zahl der Mehltype weist nicht auf
den Feinheitsgrad des Mehls hin, die Typenzahl sagt aus wieviel Asche im ausgemahlenen
Mehl enthalten sind, wenn das Mehl verbrannt und die Mineralstoffe, die als Asche
zurückbleiben, gewogen werden. Das Gewicht der Asche in Milligramm pro 100 g Mehl ist
identisch mit der Typenzahl. So enthält Type 405 also 405 mg Mineralstoffe auf 100 g Mehl
und bei der Type 1050 entfallen 1050 mg Mineralstoffe auf 100 g Mehl. Je höher diese Zahl
ist, desto vollwertiger ist das Mehl.
Weizenmehl ist in mehreren Typen im Angebot.
- Type 405 -Weiß- oder Auszugsmehl- das gängigste
Haushaltsmehl, lässt sich für Süßspeisen, Kuchen und Feingebäck verwenden.
- Type 550 enthält mehr Schalenanteile, ist nicht ganz so
fein und etwas dunkler. Es eignet sich für Brötchen.
- Type 812 enthält noch mehr wertvolle Bestandteile und wird
für dunkleres Kleingebäck genommen.
- Type 1050 ein ebenfalls viel verwendetes Mehl für Graubrot
- Type 1200 für Weizenbrote
- Type 1700 ein dunkles Weizenvollkornmehl mit den
Bestandteilen des Korns das für Schrotbrote verwendet wird.
Darüber hinaus werden Mehle auch nach ihren
Feinheitsgraden in denen sie gemahlen sind bestimmt. Sie reichen von Schrot über Grieß
und Dunst bis zum fein und feinst ausgemahlenen Mehl. |
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