| Durch das Trocknen in der freien Natur waren
sie -ohne das Wissen, um die Haltbarmachung von Lebensmitteln- länger lagerbar als
Früchte, Wurzeln, Fisch und Fleisch. Auf sie konnte immer zurückgegriffen werden, wenn
die Nahrung knapp wurde. Im alten Rom waren Öl und
Oliven eines der täglichen Nahrungsmittel der Armen und Reichen. Die Römer betrieben den
Anbau im gesamten Mittelmeerraum einschließlich Spanien. Während die Griechen die
Expansion des Olivenbaumes primär in den Küstengebieten Kleinasiens vornahmen. Bekannt
ist auch, dass zur Zeit der Pharaonen die Ägypter neben Oliven- und Nussöl auch Sesamöl
verwendet haben. Denn Sesam gehört mit zu den ältesten Kulturpflanzen.
Die Ölpressung betreibt die Menschheit bereits seit
Jahrtausenden. Schon in der griechischen Antike wurde Olivenöl auf Kreta hergestellt, das
auch ein bedeutendes Zentrum für den Olivenölhandel war. Hier wurden zur Ölpressung
insbesondere Hebelpressen und Stampfmühlen benutzt.
In der Renaissance beschäftigte sich der berühmte
Künstler Leonardo da Vinci unter anderem mit der Weiterentwicklung von handwerklichem
Gerät, so dass die ersten Ölpressen auf seine Erfindung zurückgehen. Zum Betreiben
dieser Pressen wurden damals Pferde, Ochsen, Esel und sogar Hunde eingesetzt. Die Tiere
bewegten die schweren Eisen- oder Steinräder, mit denen die Ölsaat zerkleinert wurden.
Aus diesem zermahlenen Saatgut wurde anschließend mit Schraubenpressen das Öl
herausgepresst.
Weitere wichtige Erfindungen für die Ölmühlenindustrie
waren Wasserräder, Wasserturbinen, Hebelantriebe und Windräder. Aber erst die Erfindung
der Dampfmaschine und der hydraulischen Presse ließen es zu, dass die Ölgewinnung in
größerem Maß voran getrieben wurde.
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