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| Warenkunde |
| Fett |
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Fett ist unentbehrlich, es spielt
beim Kochen sowohl eine wichtige als auch zentrale Rolle. Fett kann den Geschmack der
Speisen wesentlich beeinflussen, da sich viele Aromen erst in Verbindung mit Fett
entwickeln. Beim Braten ist es für eine gute Kruste verantwortlich, und beim Fritieren
kann Fett die hohen Temperaturen erreichen, die zur Zubereitung erforderlich sind. Gebäck
wird durch Fett mürbe und Saucen erhalten damit ihre Bindung.
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| Als Brotaufstrich spielen Butter
und Margarine eine wesentliche Rolle. Sollte man aus gesundheitlichen Gründen den
Gebrauch von Fett einschränken, so ist es ratsam pflanzliche Sorten zu wählen.Denn ganz
ohne Fett kann man nicht auskommen. |
| Hier werden feste Fette mit ihren
Einsatzmöglichkeiten vorgestellt, und für welche speziellen Garmethoden sie geeignet
sind. |
| Butter |
Sie wird aus dem pasteurisierten Rahm der
Milch hergestellt. Im Handel wird sie hauptsächlich als Sauerrahmbutter angeboten. Bei
Sauerrahmbutter wird zu Beginn der Reifung eine Mischkultur von Milchsäurebakterien
zugefügt. Süßrahmbutter aus ungesäuertem Rahm hat dagegen ein weniger ausgeprägtes
Aroma.
Die fertige Butter wird zur Verhinderung der Wasserverdunstung in meist quaderförmige
Stücke von 1/8, 1/4 oder 1/2 kg Gewicht ausgeformt und in Pergamentpapier, kaschierter
Aluminiumfolie oder Kunststofffolien verpackt.
Gekühlt halten sich beide Sorten etwa einen Monat. Beim Einkauf sollte man auf das
Herstellungs- oder Haltbarkeitsdatum achten.
"In ernährungsphysiologischer Hinsicht liegt der Wert der Butter in der hohen
Resorptionsgeschwindigkeit der Fettsäuren und im Gehalt an fettlöslichen
Vitaminen".
Aus Frankreich kommt die "Beurre fermier". Sie wird häufig in Rollen oder lose
angeboten und ist aus unpasteurisiertem Rahm hergestellt. Sie hat einen feinen
differenzierten Geschmack, hält sich jedoch nicht sehr lange. |
| Butterschmalz |
Hierbei handelt es sich um geklärte Butter.
Butterschmalz enthält im Gegensatz zur Butter kein Wasser und kein Eiweiß. Dieses reine
Fett ist lange haltbar und lässt sich bis auf 180 Grad erhitzen, ohne zu verbrennen. Man
kann sie auch selbst aus frischer Butter herstellen, indem man die Butter solange erhitzt,
bis das Wasser -bei 100 Grad- verdampft. Die hellen Eiweißflocken, die sich absetzen und
obenauf schwimmen, sind dann nur noch abzuschöpfen.
Es wird vor allem zum Kochen und Backen verwendet. |
| Rinder- Nierenfett |
| Diese harte Fettart hat einen hohen
Schmelzpunkt. Sie ist die typische Zutat für den englischen Plumpudding und findet bei
uns wenig Verwendung |
| Schweineschmalz |
| Dieses weiße Fett wird aus geschmolzenem
Speck oder Bauchfett gewonnen. Es lässt sich gut erhitzen und ist sowohl zum Braten als
auch zum fritieren geeignet. Traditionell wird es zum Schmoren von Kohl und Sauerkraut
verwendet. Auch als Brotaufstrich wird es von manchen bevorzugt. Schweineschmalz lässt
sich etwa 12 Monate im Kühlschrank aufbewahren. |
| Gänseschmalz |
| Gänseschmalz ist das ausgelassene Innen- und
Brustfett der Gans. Es verfügt über ein angenehmes Geflügelaroma, ist in der Farbe
blassgelb und sehr weich. Im Handel wird es häufig mit Schweineschmalz vermischt
angeboten. Gänseschmalz ist gut als Brotaufstrich und eignet sich besonders zum Abrunden
deftiger Gemüsesorten. |
| Margarine |
Margarine wird vorwiegend aus pflanzlichen
Ölen und Fetten hergestellt. Ähnlich wie Butter ist auch Margarine eine
Fett-in-Wasser-Emulsion. Durch das Carotin erhält die Margarine die appetitlich gelbe
Farbe. Ihr werden noch die Vitamine A und D, Lecithin als Stabilisator und Salz zugesetzt.
Um Margarine analytisch leicht von Butter unterscheiden zu können, muss ihr noch eine
geringe Menge Stärke zugesetzt werden. Möchte man nur pflanzliches Fett verwenden, so
sollte man auf den Packungshinweis "Pflanzenmargarine" achten.
Diät-Sorten sind besonders reich an ungesättigten Fettsäuren und eignen sich am besten
als Streichfett.
Zum Backen von Mürbeteiggebäck ist es ratsam keine streichweiche, sondern feste
Margarine zu nehmen, die sich leichter verarbeiten lässt. |
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