| Das vom Haushuhn gelegte Ei besteht wie jedes
Vogelei aus der von der Dotterhaut begrenzten Eizelle und den tertiären Eihüllen.
Hauptbestandteile sind die ungenießbare Kalkschale, das Eigelb oder Dotter und das
Eiweiß oder Eiklar. Im Zentrum des Hühnereies
liegt die Dotterkugel. Sie hat einen Durchmesser von etwa drei bis vier Zentimetern und
setzt sich zwiebelschalenartig aus geschichtetem weißem sowie gelbem Dotter
zusammen. Seitlich eingesenkt liegt die weißliche Keimscheibe, dem Hahnentritt. Die
Dotterkugel ist durch zwei Hagelschnüre verankert und wird somit in der Mitte des Eies
fixiert. Wird das Ei älter, dann lassen die Stabilität der Schnüre nach und der
Eidotter senkt sich allmählich.
Vier unterschiedlich feste Schichten Eiklar umhüllen den
Dotter und übernehmen, durch ihre bakterienhemmende Wirkung, eine Schutzfunktion. Das
Eiklar wird von zwei Membranen eingeschlossen, die den Inhalt des Eies vor Mikroorganismen
schützen. Dies ist besonders wichtig, da die Eierschale auf Grund des notwendigen
Luftaustausches durchlässig ist.
Eiklar wird oft irreführend als Eiweiß bezeichnet. Eiklar
besteht hauptsächlich aus Wasser und nur etwa zehn Prozent der Eiklarmenge sind Eiweiß.
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