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| Warenkunde/Gemüse |
| Artischocken |
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Für reiche französische Adlige war dieses delikate
Gemüse früher eine standesgemäße Köstlichkeit.
Artischocken sind zu Delikatessen veredelte Distelblüten. Die grünen, noch unreifen
Blütenknospen werden als Gemüse geerntet und sind ein Leckerbissen mit einem sowohl
hohen Gehalt an Vitamin A und B, als auch einem überwiegenden Anteil der Mineralstoffe
Calcium und Eisen. Durch den Bitterstoff Cynarin und dem Kohlenhydrat Inulin, sind
Artischocken sehr magenfreundlich und regen nicht nur die Verdauung an, sondern auch die
Leber- und Gallenfunktionen. |
| Von der Artischocke wird meistens nur der Blütenboden und
der fleischige untere Teil der Blätter gegessen. Das sind etwa nur 20 % der
Blütenknospe. Allerdings ergeben die zarten, frischen Stiele sowohl in geschälter als
auch in gekochter Form ein vorzüglicher Salat oder leckeres Gemüse. Bei der Zubereitung dürfen Artischocken niemals in Aluminium- oder
Eisentöpfen zubereitet werden, da sie sich sonst verfärben und grau-schwarz werden.
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Einkauf
Im Handel werden überwiegend zwei Sorten angeboten. Die in der Bretagne angebaute große,
runde, grüne Art mit fleischigen Böden und die kleine violette Sorte mit spitzen
Blättern, die vorwiegend aus Italien und Spanien importiert werden.
Die Blütenblätter müssen den Kopf fest umschließen, sie dürfen keine schwarzen
Stellen aufweisen, sollen sich saftig und nicht trocken anfühlen. Außerdem sollte eine
Artischocke möglichst schwer in der Hand liegen.
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Lagerung
im Gemüsefach, etwa 3 Tage
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Verwendung
Zu Gemüse zubereitet, oder zu Salat in Kombination mit Tomaten und Paprika, passen
beide Variationen als Beilage gut zu kurz gebratenem Fleisch.
Gefüllte Artischocken oder Artischockenböden als Vorspeise zu einem festlichen Menue
oder kleines, feines Abendessen serviert.
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