Der Fünfuhrtee ist die
kontinentale Version des 'Five o'clock Tea', und auch hier in der Regel die formvollendete
Einladung zu einer Nachmittagsgesellschaft. Der Zeitpunkt ergibt sich aus dem Namen. Ein
pünktliches Erscheinen um 17 Uhr wird erwartet und eine Verspätung von mehr als fünf
bis zehn Minuten ist unhöflich.
Da es sich um eine formelle Einladung handelt, muss diese auch acht bis vierzehn Tage
vorher überbracht werden. Bei offiziellen Gelegenheiten in schriftlicher Form und bei
inoffiziellen Anlässen ist eine mündliche Einladung ausreichend.
Die Einladung setzt voraus, dass die Gäste pünktlich erscheinen und sich nach etwa
anderthalb Stunden wieder empfehlen. Es kann gegen 18 Uhr noch ein Drink angeboten werden,
so dass gegen 18 Uhr 30 mit der Verabschiedung auch des letzten Gastes zu rechnen ist.
Da man nicht an einem gemeinsamen Tisch sitzen muss, ist nur ein Beistelltisch oder
Teewagen mit dem notwendigen Zubehör vorzubereiten. Allerdings gebietet es die Form, dass
in der Regel die Gastgeberin, -diese Nachmittagseinladung ist eigentlich etwas typisch
weibliches geblieben- die Gäste mit Tee versorgt und ihnen die kleinen
Köstlichkeiten reicht. Danach werden Kuchenplatten, Schalen und Gebäck auf einem Buffet
arrangiert, so dass sich jeder Gast nach Belieben selbst bedienen kann.
Da sich die einzelnen Gäste, -samt Tasse und Teller- je nach Wunsch zu einem Sessel oder
einer Sitzgruppe begeben können, ist es erforderlich, dass auch jedem Sitzplatz ein
Beistelltisch in Reichweite zugeordnet wird.
Die Einladung zu einem Fünfuhrtee erfordert keine schriftliche Danksagung, aber ein
Telefonanruf am nächsten Tag oder im Verlauf der Woche ist nicht nur höflich, sondern
erfreut auch die Gastgeberin. |