| Gläser erfordern einen Stiel, an denen sie
anzufassen sind, damit sie beim Anstoßen auch klingen. Allerdings ist es eine Frage des
Anlasses, ob nur galant ohne Anstoßen zugeprostet wird oder die Gläser klingen sollen.
Denn bei offiziellen Anlässen ist das Anstoßen nicht üblich, mehr bei familiären
Gelegenheiten, bei privaten Essenseinladungen und zum Jahreswechsel. Es ist jedoch immer noch Usus, dass der Gastgeber als Erster sein
Glas erhebt und mit einem "Prosit", "zum Wohle" oder
"Wohlsein" seinen Gästen zutrinkt. Beim Anstoßen ist keine genaue Reihenfolge
festgelegt. In der Regel wird aber zuerst mit dem Jubilar angestoßen, dem Ehren- oder
Festgast, der Braut und dem Bräutigam oder an Silvester selbstverständlich mit dem
Menschen, der einem selbst am nächsten steht. Allerdings quer über einen Esstisch
anzustoßen sollte unterbleiben. Bei allen anderen festlichen Anlässen erheben die
Geladenen, nach dem Trinkspruch des Gastgebers und der Wiederholung durch sie, ihre
Gläser leicht an, sehen einander an, trinken einen Schluck, wechseln noch einmal Blicke
und stellen mit einem erneut leichten Anheben das Glas wieder ab. Ein leichtes Kopfnicken
oder ein zusätzliches Lächeln beim Blick in die Runde wirken dabei noch charmanter.
Wie eh und je gießt sich der Gastgeber zu Hause den Probierschluck zuerst ein, wie er ihn
auch im Restaurant vorab erhält. Dann wird er warten, bis alle Gäste etwas im Glas
haben, um dann meist ein paar Worte zu sagen und dann mit allen Gäste das Glas zu
erheben. Der Zusatz, dass eine Gastgeberin sich genauso verhält, ist allerdings relativ
neu.
Nicht verändert hat sich die Gewohnheit, bei offiziellen Anlässen zuerst den Ehrengast,
dann alle anwesenden Damen und danach die Herren mit Getränken zu versorgen.
"Na dann prost!" |
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