Geschirr mit Unterglasdekor ist am haltbarsten, da eine zweite, klare Glasurschicht das
Muster schützt. Der gebrannte Scherben wird dekoriert, dann erst glasiert und nochmals
bei hohen Temperaturen gebrannt. Allerdings ist die Farbpalette auf dunkle Töne begrenzt
wie beispielsweise das Blau des beliebten Zwiebelmusters. Das Geschirr ist
spülmaschinenfest.
Da Steingut bei niedrigeren Temperaturen gebrannt wird, lässt es farbenprächtigere
Unterglasdekore zu.Starkfarbige
Dekore auf Porzellan gibt es als Inglasur. Dabei wird die Farbe auf den glasierten und
gebrannten Scherben aufgetragen. Da aber bei 1200°C nochmals gebrannt wird, sinkt die
Dekorfarbe in die Glasur ein. Nach dieser Methode lassen sich auch Metalldekors
aufbringen. Dieses Geschirr ist ebenfalls spülmaschinenfest.
Da Aufglasur bei niedriger
Temperatur eingebrannt wird, ist dieses Geschirr nur bedingt für die Spülmaschinen
geeignet. Die Dekoration kommt auf den bereits grundglasierten, gebrannten Scherben und
wird nur noch bei 800°C aufgeschmolzen. Teller mit Goldrand müssen meist mit der Hand
gespült werden und Keramikgeschirr kann nur dann in der Maschine gespült werden, wenn es
ringsum vollständig glasiert ist. Sind beim Betasten leichte Erhebungen zu spüren, dann
kann angenommen werden, dass das Muster nicht abriebfest ist und nicht in die
Spülmaschine soll.
Viele Hersteller gehen dazu über
das Porzellan auf der Unterseite entsprechend zu kennzeichnen. Daher ist beim Kauf auf das
Gütesiegel "spülmaschinenfest" zu achten, Bei Kennzeichnung
"spülmaschinengeeignet" ist von Einschränkungen auszugehen.
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